Mischgebäude in Aachen
Jedes Viertel baut anders.
In Aachen ist nicht jede Straße durchgehend gemischt genutzt. In den zentralen Einkaufsstraßen dominiert teils der Einzelhandel: Der großflächige Handel sitzt vor allem an der oberen Großkölnstraße und der Adalbertstraße, der Dahmengraben gilt als Hauptgeschäftslage. Im Annaviertel zwischen Jakobstraße und Grabenring mischen sich laut Stadt Dienstleistungen, Büros, Einzelhandel, Gastronomie und kirchliche Einrichtungen, während die nördliche und westliche Innenstadt und das Suermondtviertel stärker vom Wohnen geprägt sind.
Die Bausubstanz erzählt drei Geschichten. Nach dem Stadtbrand von 1656, der laut Stadt rund 90 Prozent der Bausubstanz vernichtete, ersetzten Stein- und Backsteinbauten vielfach die alten Fachwerk- und Holzbauten. Im Frankenberger Viertel steht die geschlossene Stadterweiterung von etwa 1870 bis 1910, und nach der Zerstörung von rund 60 Prozent der Innenstadt im Herbst 1944 wurde bis etwa 1965 nach dem Aachener Modell wiederaufgebaut.
Für Ihren Energieausweis heißt das: Jede Bauzeit bringt andere Wände, Fenster und Dächer mit. Ein Ziegelhaus von 1890 rechnen wir anders als einen Nachkriegsbau, der hinter einer versetzten historischen Fassade steckt. Deshalb fragen wir nach dem Baujahr aus der Bauakte, nach Sanierungen und nach Fotos von Fassade, Schaufenster und Heizung.
Gemischt genutzt wird auch außerhalb der Innenstadt. Burtscheid verbindet kleinteiligen Einzelhandel an Kapellenstraße und Burtscheider Markt mit Kur-, Reha- und Gesundheitseinrichtungen, dazu kommen die Stadtteilzentren Brand und Elsassstraße sowie Nahversorgungszentren wie Eilendorf, Haaren, Laurensberg und Richterich. Wer dort einen Laden oder eine Praxis unter Wohnungen hat, braucht denselben Ausweis wie am Markt.
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