Mischgebäude in Mönchengladbach
Zwei Innenstädte, viele Ortsmitten.
Mönchengladbach hat nicht eine Innenstadt, sondern zwei: Gladbach und Rheydt. Dazu kommen Ortsmitten wie Eicken, Giesenkirchen, Odenkirchen, Wickrath und Rheindahlen, die das städtische Zentrenkonzept als Versorgungszentren für ihre Quartiere führt. In diesen Lagen treffen Sie am ehesten auf das gemischt genutzte Gebäude mit Laden, Praxis oder Büro unten und Wohnungen darüber.
Gewachsen ist die Stadt mit der Textilindustrie ab der Mitte des 19. Jahrhunderts, der erste Stadtbauplan stammt von 1863. Historistische Bebauung prägt das Gründerzeitviertel, das eine Bürgerinitiative ungefähr zwischen Viersener Straße, Hohenzollernstraße, Eickener Straße und Hindenburgstraße verortet, und in mehreren Stadtteilen stehen zudem ältere Fachwerkhäuser. Für Ihren Ausweis heißt das: Die Bauzeit bestimmt, wie wir Wände, Decken und Fenster ansetzen, darum fragen wir sie als Erstes ab.
Im Zweiten Weltkrieg wurden in Mönchengladbach 42 Prozent und in Rheydt 32 Prozent aller Wohnungen zerstört. Die Rheydter Innenstadt war zu rund 80 Prozent zerstört und entstand ab 1947/48 nach dem Plan von Alfons Leitl auf dem alten Grundriss neu; seit 1. August 2016 bilden die Blöcke um Marktplatz, Hauptstraße und Marktstraße den Denkmalbereich Rheydt. An einer alten Straßenflucht kann deshalb ein Haus aus den 1950ern stehen, und für den Ausweis zählt das Baujahr aus der Bauakte, nicht das Alter der Straße.
Die IHK Mittlerer Niederrhein nennt für 2025 bei Neuvermietung von Ladenflächen bis etwa 100 m² in 1a-Lage 18 bis 40 €/m² netto im Monat, in Nebenlagen 4 bis 10 €/m². Der städtische Mietspiegel 2026 setzt für Wohnungen einen Standardmietwert von 7,01 €/m² als Ausgangswert an. Ob Laden oder Wohnung: Wer vermietet, muss dem Interessenten spätestens bei der Besichtigung einen gültigen Energieausweis zeigen.
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