Mischgebäude in Dortmund
Gemischt gebaut seit der Gründerzeit.
Die Nordstadt hat die dichteste zusammenhängende historische Bebauung Dortmunds. Sie wuchs als Industrievorstadt neben Hafen, Stahlindustrie und Bergbau, ihre heutige Gestalt entstand vor allem zwischen 1890 und 1914, oft als geschlossenes Karree. Die Stadt selbst beschreibt dort eine über Jahrzehnte gewachsene Mischung aus Wohnen, Arbeiten, Kultur und Freizeit, mit der Münsterstraße als zentraler Geschäftsstraße.
Östlich und südwestlich der City setzen Kaiserviertel, Saarlandstraßen- und Gerichtsviertel sowie das Kreuzviertel die Gründerzeit fort. Die Kaiserstraße beschreibt die Stadt als Quartier, in dem gewohnt, ausgegangen und eingekauft wird, mit Cafés, Geschäften und Restaurants; für die Zentren an Kaiser- und Saarlandstraße und an den Hauptverkehrsstraßen nennt sie eine ausgeprägte Nutzungsmischung. Im Kreuzviertel sind viele Häuser mit aufwendigen Jugendstilfassaden erhalten.
Die Innenstadt sieht anders aus: Bei Kriegsende waren rund 90 Prozent von ihr zerstört, in der ganzen Stadt rund 70 Prozent der Wohnbebauung. Die City wurde danach überwiegend im Stil der Nachkriegszeit wiederaufgebaut, teils auf den alten Straßen und Wegen. Für Ihren Ausweis zählt deshalb, wann Wände, Dach und Fenster Ihres Hauses gebaut wurden, nicht wie alt der Straßenzug ist.
In der Nordstadt stoßen die Karreehäuser seitlich aneinander, und im südlichen Nordmarktquartier prüft die Stadt eine Satzung, die auch Fenster und Schaufenster betreffen kann. Beides berücksichtigen wir in der Rechnung und in den Modernisierungsempfehlungen. Ab 01.01.2027 verlangt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) für solche Häuser einen einzigen Bedarfsausweis in Zonen; Ihr Energieausweis, oft auch Energiepass genannt, zeigt Wohnen und Gewerbe dann in einer Rechnung.
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