Mischgebäude in München
Viele Nutzungen. Ein Haus.
Münchens historische Wohn- und Geschäftshäuser konzentrieren sich vor allem in den inneren Stadtteilen und den gewachsenen Quartierszentren. Das Franzosenviertel in Haidhausen wurde ab 1870 angelegt, der Stadterweiterungsplan 1871 genehmigt: dicht bebaute Mietshausparzellen mit Vorder- und meist Rückgebäude. Die städtische Dokumentation beschreibt dort ausdrücklich Häuser mit Laden, Wohnungen und Gaststätte, also klassische Mischgebäude.
Ganz anders die Altstadt: Die städtische Stadtgeschichte beziffert ihre Kriegszerstörung auf 90 Prozent, das Haus der Bayerischen Geschichte nennt für die Innenstadt 60 Prozent, die Angaben beruhen offenbar auf unterschiedlichen Abgrenzungen. Ein städtischer Katalog gibt an, dass nahezu 70 Prozent der Altstadt-Bebauung aus der Nachkriegszeit stammen. Viele Häuser wirken daher älter, als sie sind, und Baujahr und Konstruktion von Wänden, Decken und Fenstern weichen von dem ab, was die Fassade vermuten lässt, damit auch die Wärmedurchgangswerte (U-Werte), mit denen wir rechnen.
Gemischt genutzt wird auch außerhalb der City. Das Münchner Zentrenkonzept unterscheidet City, Stadtteil-, Quartiers- und Nahbereichszentren, nennt Pasing, Teile der Schwanthalerhöhe und den Rotkreuzplatz als Stadtteilzentren und zählt 17 Quartiers- und 92 Nahbereichszentren. Entscheidend für Ihren Ausweis ist aber nicht die Lage, sondern welche Flächen gewerblich genutzt werden und wie sie beheizt, belüftet und beleuchtet werden.
Für Ihren Energieausweis, oft auch Energiepass genannt, heißt das: Bis 31.12.2026 bekommt ein solches Haus nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) zwei Ausweise, wenn der Gewerbeteil mehr als 10 Prozent der Nutzfläche ausmacht und sich Nutzung und Technik wesentlich unterscheiden. Wir erstellen beide im Paket für 899 €. Ab 01.01.2027 gibt es einen einzigen Bedarfsausweis mit Zonen nach DIN/TS 18599, bei überwiegend Wohnen mit der Skala A+ bis H, bei überwiegend Gewerbe mit A bis G.
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