Mischgebäude in Wuppertal
Zwei Zentren im Tal. Viele Häuser mit Laden.
Wuppertal hat mit 355.719 Einwohnern (Stand 30.06.2026) nicht ein Zentrum, sondern zwei: Elberfeld und Barmen. Die Stadt führt beide als Hauptzentren, dazu Oberbarmen und Vohwinkel als Nebenzentren sowie Heckinghausen und Wichlinghausen als Nahversorgungszentren. Wo Läden die Erdgeschosse füllen und darüber gewohnt wird, steht ein Mischgebäude, also ein gemischt genutztes Gebäude mit Wohn- und Gewerbeteil.
Viele dieser Häuser sind alt. In der Elberfelder Nordstadt stehen Gründerzeithäuser, an der Ottenbrucher Straße etwa mit rotem Backstein und hellem Stuck, an der Luisenstraße klassizistische Bauten und historische Wohn- und Geschäftshäuser, am Werth in Barmen ein Wohn- und Geschäftshauskomplex von 1909/10. An der Friedrich-Engels-Allee, 1811 bis 1813 als Verbindung zwischen Barmen und Elberfeld angelegt, ist sogar ein Wohn- und Geschäftshaus in Fachwerkbauweise aus der Zeit von 1812 bis 1828 erhalten.
Dazwischen liegt der Wiederaufbau. Die Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg trafen besonders die Zentren von Barmen und Elberfeld, und die neue Talstraße, gebaut von 1953 bis 1972, veränderte die alten Strukturen stark. Für Ihren Ausweis heißt das: In den Zentren von Elberfeld und Barmen klären wir das Baujahr jedes Hauses aus der Bauakte, statt es aus dem Straßenbild zu schätzen.
Bis 31.12.2026 bekommt ein Haus mit nennenswertem Gewerbeteil zwei Ausweise, einen für die Wohnungen und einen für Laden, Praxis oder Büro, bei uns beide zusammen für 899 €. Ab 01.01.2027 gilt nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ein einziger Bedarfsausweis für das ganze Haus, in Zonen nach DIN/TS 18599 gerechnet. Baujahr, Wandaufbau und Schaufenster lesen wir aus Bauakte und Fotos, ohne Vor-Ort-Termin.
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