Mischgebäude in Stuttgart
Stuttgart lebt gemischt.
Die Stadt selbst nennt Geschäfte, Restaurants, Cafés, Arztpraxen und Handwerksbetriebe als das, was ihre Stadtteilzentren belebt. Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept 2024 führt neben der Innenstadt und dem B-Zentrum Bad Cannstatt 35 D-Zentren; als Stadtteilzentren und Geschäftslagen untersucht hat die Stadt unter anderem den Vaihinger Markt und die Unterländer Straße in Zuffenhausen. Hier finden sich viele der gemischt genutzten Gebäude mit Laden, Praxis oder Café unten und Wohnungen oben, auch wenn nicht jedes Haus und jede Straße so gemischt ist.
Die Häuser stammen aus sehr verschiedenen Zeiten. Im Westen prägen fünf- bis sechsgeschossige Gründerzeitbauten aus Sand- und Ziegelstein das Bild, im Heusteigviertel meist fünfgeschossige Gründerzeit- und Jugendstilhäuser mit Sandsteinsockel, in Ostheim stehen seit 1891 zweigeschossige Backsteinhäuser mit Zierfachwerk. Nach 53 Luftangriffen zwischen 1940 und 1945 wurde die Innenstadt weitgehend neu gestaltet, manches rekonstruiert, vieles neu gebaut.
Für Ihren Ausweis heißt das: Das Baujahr auf dem Papier sagt wenig, wenn Fassade, Fenster oder Ladenfront später erneuert wurden. Bis 31.12.2026 verlangt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) für ein Haus mit nennenswertem Gewerbeteil zwei Ausweise, einen für die Wohnungen und einen für Laden oder Praxis; wir erstellen beide im Paket für 899 €. Ab 01.01.2027 gibt es nur noch einen Bedarfsausweis für das ganze Haus, gerechnet in Zonen nach DIN/TS 18599.
Welche Skala dann auf dem Energiepass steht, entscheidet die überwiegende Nutzung: überwiegend Wohnen A+ bis H, überwiegend Gewerbe A bis G. Hat ein Fünfgeschosser im Westen nur einen Laden im Erdgeschoss, überwiegt rechnerisch das Wohnen. Liegen Laden, Büro und Praxis dagegen über mehrere Etagen, kann sich das Verhältnis umdrehen.
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