Mischgebäude in Augsburg
Gemischt gebaut. Seit dem Mittelalter.
In Augsburg ist das Wohn- und Geschäftshaus kein Sonderfall, sondern Stadtgeschichte. Schon im 15. Jahrhundert entstanden im Lechviertel zwischen den Lechkanälen die ersten Wohnhandwerkerhäuser, Arbeiten und Wohnen unter einem Dach. Heute beschreibt die Stadt ihre Altstadt als Mischung aus Wohnen, Arbeiten, Einzelhandel, Gastronomie und Kultur, die Innenstadt zählt mehr als 800 Geschäfte.
Außerhalb der Altstadt sitzt die gemischte Nutzung in den Stadtteilzentren. Das Einzelhandelsentwicklungskonzept, 2016 fortgeschrieben, nennt neben der Innenstadt acht Stadtteilzentren und elf Nahversorgungszentren. Typische Lagen sind die Augsburger Straße in Pfersee, die Ulmer Straße in Oberhausen und die südliche Neuburger Straße in Lechhausen.
Dazu kommen historistische Mietshäuser im Bismarckviertel, die Gartenstadt im Thelottviertel ab 1907 und viel Wiederaufbau. Im Krieg wurden rund 24 Prozent des Wohnungsbestands zerstört, in der Altstadt mehr als die Hälfte, der schwerste Angriff kam in der Nacht vom 25. auf den 26. Februar 1944. An der Augsburger Straße in Pfersee stehen Häuser ganz verschiedener Bauzeiten heute dicht nebeneinander.
Für Ihren Energieausweis heißt das: Weil nach 1945 vielfach auf altem Grundriss und alten Parzellen neu gebaut wurde, sieht man einem Augsburger Haus von der Straße nicht immer an, ob es aus der Gründerzeit oder der Trümmerzeit stammt. Für Wandaufbau und Fenster macht das einen großen Unterschied, darum fragen wir nach Baujahr, Umbauten und Plänen statt mit Schätzwerten zu arbeiten. Den Laden im Erdgeschoss rechnen wir dabei getrennt von den Wohnungen darüber.
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