Mischgebäude in Halle
In Halle mischt vor allem die Innenstadt.
Halle blieb im Zweiten Weltkrieg im Vergleich zu vielen anderen Großstädten weitgehend erhalten, auch wenn der Luftangriff vom 31. März 1945 unter anderem Rathaus und Ratswaage zerstörte und in den 1980er Jahren Abrisse und Plattenbauten die Innenstadt veränderten. In der Altstadt stehen heute Häuser aus Renaissance, Barock und Klassizismus neben Gründerzeit- und Jugendstilbauten. Die Stadt beschreibt die Altstadt als ihr Einkaufs- und Kulturzentrum, mit Leipziger Straße, Großer Ulrichstraße, Großer Steinstraße und Rannischer Straße als Hauptgeschäftsstraßen.
Die Gründerzeitgebiete liegen in der Nördlichen und der Südlichen Innenstadt mit Glaucha, im Paulusviertel und in Giebichenstein. Dort prägen mehrgeschossige, straßenbegleitende Häuser das Bild, häufig mit Laden oder Geschäft im Erdgeschoss. Nicht jedes Haus ist gemischt genutzt, im Paulusviertel etwa überwiegt das Wohnen.
In der DDR entstanden ab Mitte der 1960er Jahre Halle-Neustadt und von 1979 bis 1989 die Silberhöhe als große Wohngebiete. Neustadt und Südstadt führt die Stadtplanung heute als Stadtteilzentren, im Neustadtzentrum liegen Verkaufsflächen und das Neustadt Centrum. Für Ihren Ausweis heißt das: Bauzeit und Bauweise bestimmen, welche Werte wir für Wände, Fenster und Dach ansetzen.
Nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) braucht Ihr Haus bis 31.12.2026 zwei Ausweise, wenn Laden, Praxis oder Büro mehr als 10 Prozent der Nutzfläche einnehmen und sich in Nutzung und Technik deutlich vom Wohnen unterscheiden. Ab 01.01.2027 gibt es einen Bedarfsausweis für das ganze Haus, in Zonen gerechnet. Welche Nutzung dann überwiegt, entscheidet über die Skala auf dem Ausweis.
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