Mischgebäude in Frankfurt
Frankfurt wohnt über dem Laden.
Rund um die Innenstadt beschreibt das Stadtplanungsamt mehrgeschossige, straßenbezogene Gründerzeitviertel mit vielfältiger Nutzungsmischung, darunter Bahnhofsviertel, Nordend, Ostend, Bornheim, Bockenheim, Sachsenhausen und Gallus. Läden, Gastronomie und Dienstleister sitzen vor allem an Geschäftsstraßen wie Berger Straße, Leipziger Straße oder Schweizer Straße, das Westend dagegen begann als Villenviertel und ist nicht durchgehend Ladenstraße. Ein Haus mit Laden unten und Wohnungen darüber ist für den Energiepass ein gemischt genutztes Gebäude.
Die Bauordnung von 1884 gilt laut Institut für Stadtgeschichte als Grundlage für eine zunehmend geschlossene, fünfgeschossige Bauweise. Typisch sind helle Putzfassaden über Ziegelmauerwerk, Gesimse, profilierte Fenstergewände und ein Natursteinsockel, zur Straße reich geschmückt, zum Hof schlichter. Weil Straßen- und Hofseite so verschieden sind, bitten wir um Fotos beider Seiten und um die Angabe, wo schon gedämmt oder Fenster getauscht wurden.
Die Luftangriffe von 1943 und 1944 zerstörten Innenstadt und Altstadt fast vollständig. Die Altstadt wurde als modernisierte Altstadt mit Zeilenbauten und begrünten Innenhöfen wiederaufgebaut, bis 1955 entstanden in Frankfurt rund 56.000 Wohnungen. Für den Bedarfsausweis zählt das Baujahr Ihres Hauses, nicht das Alter der Straße, deshalb hilft hier die Bauakte besonders.
Ladenflächen sind in Frankfurt begehrt: Laut Gewerbemarktbericht 2025 der IHK liegt der Orientierungswert für Neuvermietungen in 1-a-Lage an der Berger Straße bei 38 €/m², an der Schweizer Straße bei 70 €/m² Nettokaltmiete im Monat. Wer einen solchen Laden neu vermietet, muss dem Interessenten spätestens bei der Besichtigung einen Energieausweis zeigen. Liegt er schon bereit, verlieren Sie keinen Mieter wegen eines fehlenden Papiers.
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