Mischgebäude in Bochum
Wiederaufbau prägt die City.
In Bochum liegt die Mischung aus Laden und Wohnung vor allem in der Innenstadt. Die Stadt unterscheidet dort den Hauptgeschäftsbereich um die Kortumstraße von einem angrenzenden Geschäfts- und Wohnbereich, in dem kleinere Gewerbeeinheiten und Wohnungen zusammenkommen. Wer dort ein Haus mit Laden unten besitzt, braucht bei Verkauf oder Vermietung einen Energieausweis, der beide Nutzungen abbildet.
Die Luftangriffe 1943 und 1944 zerstörten die Innenstadt nahezu vollständig, ein von der Stadt veröffentlichtes Wiederaufbau-Handbuch nennt 88,9 Prozent der Hochbauten im ganzen Stadtgebiet. Der Neuordnungsplan vom 1. Oktober 1948 prägt die Grundstruktur der City bis heute. Deshalb sind die meisten Wohn- und Geschäftshäuser dort Bauten der Nachkriegsmoderne, gründerzeitliche Häuser stehen nur noch vereinzelt, vor allem im Nordwesten.
Außerhalb der City versorgen Stadtteilzentren ihre Viertel: die Hattinger Straße für Ehrenfeld und die südliche Innenstadt, Hochstraße und Oststraße in Wattenscheid, Langendreer Alter Bahnhof und Langendreer-Dorf, dazu Zentren wie Altenbochum, Gerthe, Weitmar-Mitte oder Werne. Die Stadt weist diese Orte als Versorgungszentren aus, nicht jedes Haus dort hat Laden und Wohnungen unter einem Dach. In der kostenlosen Vorprüfung klären wir, ob Ihr Gewerbeteil mehr als 10 Prozent der Nutzfläche ausmacht und damit einen eigenen Ausweis braucht.
Nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) bekommt ein Haus mit nennenswertem Gewerbeteil bis 31.12.2026 zwei Ausweise, einen für die Wohnungen und einen für Laden oder Gastronomie, bei uns zusammen für 899 €. Ab 01.01.2027 gibt es nur noch einen Bedarfsausweis für das ganze Haus, in Zonen gerechnet nach DIN/TS 18599. Ein 2026 ausgestelltes Ausweis-Paar bleibt zehn Jahre gültig.
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