Mischgebäude in Wiesbaden
Wohnen und Gewerbe im selben Viertel.
Das innere Westend wurde ab den 1860er-Jahren als Viertel für Handwerker und kleine Gewerbetreibende angelegt: rechtwinklige Straßen, dahinter Höfe mit Hinterhäusern, Werkstätten und Lagern. Die Stadt selbst nennt die erhaltene Mischung von Wohn- und Gewerbebauten aus der Zeit bis zum Ersten Weltkrieg als Merkmal des Viertels. Wellritzstraße und Bleichstraße zählen zu den lebendigen Straßen, für die Wellritzstraße dokumentiert die Stadt Cafés, Kneipen und Geschäfte.
Das Fördergebiet Innenstadt-West verbindet die Einkaufsinnenstadt mit dem Westend und umfasst Teile der Einkaufszone, vor allem die Fußgängerzone Kirchgasse. Die Moritzstraße beschreibt die Stadt als Straße mit Einzelhandel, Dienstleistungen und Nahversorgung. Daneben nennt sie das Bergkirchenviertel und die südliche Innenstadt als zentrale Wohngebiete des Stadtteils Mitte.
Das Rheingauviertel entstand im Kern zwischen 1902 und 1908 mit viergeschossigen Mietshäusern, vor 1914 historisierend, im westlichen Teil stärker vom Jugendstil geprägt. In Biebrich ist der Ortskern rund um die Rathausstraße als Stadtteilzentrum eingestuft. Beim Luftangriff vom 2. auf den 3. Februar 1945 wurden rund 8.000 Wohnungen zerstört, viele der etwa 2.500 schwer beschädigten Wohnhäuser wurden unter Erhalt ihrer Außenfassaden wiederaufgebaut.
Ein Haus kann also außen nach 1900 aussehen und innen in Teilen aus der Nachkriegszeit stammen. Deshalb setzen wir nicht ein Baujahr für alles an, sondern prüfen Fassade, Fenster, Decken und Dach einzeln anhand von Plänen und Fotos. Vorderhaus, Hinterhaus und Werkstatt grenzen wir vorab sauber ab, und liegt im Erdgeschoss ein Laden oder Café, rechnen wir den Gewerbeteil getrennt vom Wohnen.
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