Mischgebäude in Braunschweig
Fachwerk, Ziegel, Wiederaufbau.
Die Stadt zählt in ihrer Innenstadt zwischen Residenzschloss, Magniviertel und Altstadtmarkt mehr als 700 Handelsgeschäfte. Am Sack zeigt ein Geschäftshaus, wie dicht Einzelhandel, Gastronomie, Büros sowie Arzt- und Notarpraxen übereinanderliegen; Wohnräume in den oberen Geschossen gab es dort nur früher. Genau darauf kommt es beim Ausweis an: Ein Mischgebäude ist Ihr Haus erst, wenn Laden, Praxis oder Café und Wohnungen unter einem Dach liegen.
Der Krieg zerstörte 90 Prozent der Innenstadt und mehr als 700 Fachwerkhäuser. Wiederaufgebaut wurde größtenteils auf den alten Grundstücksgrenzen, mit Traditionsinseln alter Bausubstanz um Dom, Aegidien-, Magni-, Martini- und Michaeliskirche. Deshalb wechseln sich in der City Fachwerk, Gründerzeit und Wiederaufbau auf engem Raum ab, und jedes Baualter bringt eine andere Hülle in die Rechnung.
Außerhalb der City prägen die Ringgebiete das Bild. Das Östliche Ringgebiet entstand mit Industrialisierung und gründerzeitlicher Stadterweiterung, die Stadt beschreibt dort ein vielfältiges Gewerbeleben; im Westlichen Ringgebiet ist Celler Straße / Weisses Ross ein Stadtteilzentrum. Weststadt, Heidberg, Melverode und Kanzlerfeld sind dagegen Wohngebiete ab den 1960er Jahren mit Einkaufszentren wie Elbestraße oder Erfurtplatz; ob ein Haus dort Läden und Wohnungen verbindet, klären wir am Grundriss.
Bis 31.12.2026 verlangt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) bei nennenswertem Gewerbeteil zwei Ausweise, einen für die Wohnungen und einen für Laden, Praxis oder Café; wir erstellen beide im Paket für 899 €. Ab 01.01.2027 gibt es einen einzigen Bedarfsausweis mit Zonen nach DIN/TS 18599, einen Verbrauchsausweis lässt das GModG dann nur noch für reine Wohngebäude zu. Welche Skala gilt, entscheidet die überwiegende Nutzung: A+ bis H bei überwiegend Wohnen, A bis G bei überwiegend Gewerbe.
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