Mischgebäude in Magdeburg
Gründerzeit trifft Wiederaufbau.
Die größten zusammenhängenden Bestände an gründerzeitlichen Wohn- und Geschäftshäusern liegen in Magdeburg in der südlichen Innenstadt und in den Vorstadtvierteln rund um die Altstadt. Nach 1871 erlebte die Stadt einen starken Bauboom. Am Hasselbachplatz und in seinen Nebenstraßen beschreibt die Stadt Blockbebauung mit Wohnungen sowie vor allem Büro- und Geschäftsräumen, am Platz kommt Gastronomie dazu.
Anders die Altstadt: Am 16. Januar 1945 wurden laut Stadt rund 90 Prozent der Innenstadtbebauung zerstört, im nördlichen Teil der Altstadt prägen heute großmaßstäbliche Strukturen des Wiederaufbaus das Bild, ab 1950 wurde die alte Parzellenstruktur weitgehend aufgegeben. Die Ernst-Reuter-Allee entstand als repräsentative Hauptgeschäftsstraße mit fünf- und achtgeschossigen Großbauten. Weil in der Altstadt erhaltene ältere Bauten, Nachkriegsbebauung und neuere Ergänzungen nebeneinander stehen, rechnen wir mit Baujahr und Bauteilen aus Ihren Unterlagen, nie mit einer Annahme nach Lage oder Nachbarhaus.
Außerhalb der Mitte tragen drei Stadtteilzentren den Handel: Lübecker Straße, Große Diesdorfer Straße und Halberstädter Straße, jedes für rund 15.000 Menschen. Sie liegen im überwiegend gründerzeitlich geprägten Ring um die Altstadt, Sudenburg blieb im Vergleich zum Altstadtkern weitgehend erhalten. Wer dort ein Haus mit Gewerbe und Wohnungen verkauft oder vermietet, braucht einen Energieausweis, auch Energiepass genannt, unabhängig vom Baujahr.
Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) behandelt ein gemischt genutztes Gebäude bis Ende 2026 und ab 2027 unterschiedlich. Ist der Gewerbeteil nennenswert, bekommen Wohnteil und Gewerbeteil bis 31.12.2026 je einen eigenen Ausweis, bei uns beide zusammen für 899 €. Ab 01.01.2027 gibt es einen einzigen Bedarfsausweis für das ganze Haus, in Zonen nach DIN/TS 18599 gerechnet.
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